Pierre Jarawan

Ein Lied für die Vermissten

Pierre Jarawans Roman „Ein Lied für die Vermissten“ möchte den 17.415 Menschen, die seit dem Bürgerkrieg im Libanon vermisst werden, ein Denkmal setzen. Es ist die Geschichte von Amin, der 2011, mitten im Arabischen Frühling, während in Beirut die Häuser brennen, damit beginnt, seine Erinnerungen aufzuschreiben: Wie er 1994 zusammen mit seiner Großmutter in den Libanon zurückkehrte – zwölf Jahre nach dem Tod seiner Eltern. Er erinnert sich an seinen Freund Jafar, mit dem er die verschwiegene Nachkriegswelt durchstreifte. Amin musste schmerzhaft lernen, dass es in diesem Land keine Gewissheit geben wird – weder über die Vergangenheit seines Freundes, noch über die Geschichte seiner Familie. »Yeki Bud. Yeki Nabud. Es war so. Und es war nicht so.«

Pierre Jarawan wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Jordanien geboren, nachdem seine Eltern aus dem Libanon geflohen waren. Fast drei Jahre lang recherchierte er für seinen zweiten Roman, um den Vermissten eine Stimme zu geben. Für seinen Debütroman „Am Ende bleiben die Zedern“ erhielt der in München lebende Autor zahlreiche Auszeichnungen und Preise.

© Marvin Ruppert

Pierre Jarawan
Datum und Uhrzeit
Adresse
Rittersaal Burg Stolberg
Faches-Thumesnil-Platz
52222 Stolberg
Deutschland
Preis
12,00 € / ermäßigt 6,00 €

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